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Männer haben etliche Bedürfnisse, denen man in einer Gemeinschaft von Männern gut gerecht werden kann. Damit sind nicht sexuelle Bedürfnisse gemeint, sondern z.B. das Bedürfnis nach Freundschaft, nach Gemeinschaft und Verstanden werden, nach gemeinsamen Erlebnissen. Männerarbeit beschäftigt sich mit dem Auftrag des Mannes in der Gesellschaft, im Beruf, in der Gemeinde und im Privatleben und fördert die Wahrnehmung seines Selbstverständnisses. Christliche Männerarbeit orientiert sich nicht am Zeitgeist oder an den vorherrschenden Tendenzen, sondern an Gott, der seinen Willen für die Menschen in der Bibel offenbart hat.

Deshalb ist das zentrale Ziel der Evangelisch-Freikirchlichen Männerarbeit, dass Männer durch Christus und den Heiligen Geistinnerlich stark sind. (nach Epheser3,16+17)

Das ist natürlich kein ausschließlich männerspezifisches, aber ein für Männer adäquates Ziel.

Im Einzelnen stehen wir für folgende Ziele:

Neben der Stärkung der Männer, die bereits Nachfolger sind, ist es ein wichtiges Ziel Männerarbeit, kirchenfernen Männern das Evangelium von Jesus Christus nahe zu bringen. Männergruppen in den Gemeinden können „Neue“ auffangen und ihnen helfen, die fremden Eindrücke und Gepflogenheiten zu verarbeiten. Aber auch das Einwirken auf die Gemeinde durch die Männergruppe um auf Männer abweisende Aktivitäten und Traditionen zu verändern ist eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit der Mission.

Die Begegnung mit Gott durch die Bibel, durch andere Männer angeleitet vom Heiligen Geist ist das wichtigste Mittel zur Erreichung der oben genannten Ziele. Das Motto ,,Stark werden durch den Heiligen Geist am inneren Menschen" macht aber auch deutlich, dass die Bibel erst durch Gottes Geist lebendig wird und ihre gute, verändernde Kraft entfaltet. Es ist unser Anliegen, dass durch verschiedene Mittel und Wege dieser Geist seine Kraft in Männern entfalten kann, um sie zu beraten und mit Kraft für ein Leben nach dem Willen Gottes auszurüsten.

Beim Planen einer Männerarbeit sollte man nicht nur Ziele festlegen, sondern parallel dazu auch die Zielgruppe(n). Es hilft erfahrungsgemäß wenig, wenn zwei engagierte Männer eine Männerarbeit strukturiert und sinnvoll planen, nur leider keiner teilnehmen will. Nicht jeder Mann in der Gemeinde wird sich für Männerarbeit interessieren. Das muss man zur Kenntnis nehmen, und dafür kann es unterschiedliche Gründe geben:

In der Gemeinde gibt es so viele Aktivitäten, dass derzeit kein Platz für eine weitere Veranstaltung ist.

Ein wichtiges Ziel ist die Vernetzung der Männergruppen in den Gemeinden. Bei gemeinsamen Veranstaltungen oder bei Einladungen anderer Gruppen zu eigenen Aktivitäten wächst das Bewusstsein der Männer mit Gottes Hilfe etwas besonders zu schaffen. Einige Aufgaben sind für eine einzelne Männergruppe nicht zu leisten. Eine größere Freizeit, ein Männertag, ein Konzert, Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern... all das bedarf einer breiteren Basis und geordneter Infrastruktur. Wir sind dem Landesverband dankbar, dass wir seine Möglichkeiten nutzen können.

Dies sind einige Gründe, warum überhaupt Männerarbeit in den christlichen Gemeinden betrieben wird. Das Aufzahlen von Gründen greift allerdings zu kurz. Nicht nur in der freien Wirtschaft kommt man heutzutage ohne Strategien, Konzepte und Ziele nicht weit. Auch in der Nachfolge Christi ist es die Aufgabe von geistlichen Leitern, den Mitarbeitern bzw. Anvertrauten offen zu legen, wo die Reise hingehen soll. Auch Jesus hat seinen Jüngern häufig angekündigt, was er vorhat. Die innere Stärke eines Mannes kommt durch die Beziehung zu Jesus Christus, die durch den Heiligen Geist vermittelt wird. Diese Ausrichtung verleiht christlicher Männerarbeit ihre besondere Kraft, denn es geht eben nicht um die Abwehr der Frauenbewegung, das Verteidigen von Macht, um Selbstverwirklichung oder das Trainieren des Selbstbewusstseins, sondern um das Finden der Identität des Mannes in Gott und durch Gott.

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