Männer haben etliche Bedürfnisse, denen man in einer Gemeinschaft von Männern gut gerecht werden kann. Damit sind nicht sexuelle Bedürfnisse gemeint, sondern z.B. das Bedürfnis nach Freundschaft, nach Gemeinschaft und Verstanden werden, nach gemeinsamen Erlebnissen. Männerarbeit beschäftigt sich mit dem Auftrag des Mannes in der Gesellschaft, im Beruf, in der Gemeinde und im Privatleben und fördert die Wahrnehmung seines Selbstverständnisses. Christliche Männerarbeit orientiert sich nicht am Zeitgeist oder an den vorherrschenden Tendenzen, sondern an Gott, der seinen Willen für die Menschen in der Bibel offenbart hat.

Männer und Frauen sind von Gott bewusst unterschiedlich geschaffen worden. Deshalb ist es für Frauen und Männer gleichermaßen wichtig, gemeinsame und spezielle Aufgaben herauszufinden.

Die gesellschaftlichen Rollenzuweisungen und Erwartungen sind keineswegs immer vereinbar mit dem schöpfungsgemäßen Bild vom Mann. Das war in der Vergangenheit schon so, scheint aber in der Gegenwart besonders stark ausgeprägt zu sein. Untersuchungen belegen, dass ein Teil der Männer durch die Auswirkungen der Emanzipationsbewegung verunsichert sind. Sie kennen aber kein angemessenes Reaktionsmodell bzw. haben keines entwickelt (zum Beispiel Umgang mit Arbeitslosigkeit).

Viele Männer suchen nach Orientierung in ihrer Identität als Mann. Für die Rolle „Mann“ gibt es kein allgemein verbindliches „Drehbuch“. Rollenvorbilder fehlen oft, was die Verunsicherung weiter verstärkt.

Männer wünschen sich Erfahrungen (Freundschaft, Sport, Begegnung mit Gott u.a.) in einer Gruppe von Männern.

Männer haben vielfach schlechtere Konzepte zur Lösung von seelischen Problemen als Frauen. Zum Beispiel sind 3/4 aller Selbstmörder und 2/3 aller Alkoholiker Männer. Gemeindearbeit, die diese „männlichen“ Bedürfnisse und Ansprüche nicht befriedigt, führt oft dazu, dass Männer sich vom Gottesdienst, von der Gemeinde und zuletzt auch von Gott zurückziehen.

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