Die Begegnung mit Gott durch die Bibel, durch andere Männer angeleitet vom Heiligen Geist ist das wichtigste Mittel zur Erreichung der oben genannten Ziele. Das Motto ,,Stark werden durch den Heiligen Geist am inneren Menschen" macht aber auch deutlich, dass die Bibel erst durch Gottes Geist lebendig wird und ihre gute, verändernde Kraft entfaltet. Es ist unser Anliegen, dass durch verschiedene Mittel und Wege dieser Geist seine Kraft in Männern entfalten kann, um sie zu beraten und mit Kraft für ein Leben nach dem Willen Gottes auszurüsten.

Männer erleben das Wirken des Heiligen Geistes genau wie Frauen durch Bibelarbeiten, Vorträge, Gottesdienste, Seminare, Gespräche, Zeugnisse, Gebet und Segnung, Musik, Seelsorge, Gemeinschaft (z.B. in Kleingruppen), Erlebnisse in der Natur, praktische Aktivitäten, sportliche Aktivitäten.. Einen besonderen Akzent bekommen diese Elemente in der Männerarbeit dadurch, dass sie auf männerspezifischem Hintergrund und auf männerspezifische Weise vermittelt werden. Hier  stellt sich sofort die Frage, wie diese männerspezifische Weise aussieht. Dieses Männerspezifikum ist schwer fassbar. Es wird hier eine gefühlsmäßige Ebene Angesprochen, der sich Männer oft nicht bewusst ist. Außerdem hängt die Ausprägung stark von dem Leiter der örtlichen Männerarbeit ab, ebenso wie vom Klientel, das durch die Männerarbeit erreicht wird. Einige Gemeinsamkeiten sind trotzdem aus zu machen.

Die Wahl der Themen. Einige Beispiele: „Das Schweigen der Männer“, „Wo bist Du, Adam“, „Erziehung: Männersache“

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es für die christliche Männerarbeit vorteilhaft ist, wenn die Zusammenkünfte nicht zu oft stattfinden, weil die Häufigkeit ansonsten zu Lasten wichtiger Aufgaben in Beruf, Familie oder Gemeinde gehen würde. Der erlebnisorientierte Anteil soll nicht zu kurz kommen, aber auch nicht die Treffen dominieren.

Die gemeindliche Männerarbeit soll von der Leitung der Gemeinde unterstutzt werden. Ebenso wichtig ist es, dass die Ehefrauen die Arbeit unterstützen. Das gelingt am besten dadurch, dass die Frauen spüren, dass die Teilnahme den Männern gut tut und deren Beziehung zur Familie gefördert wird.

dIE Männerarbeit im BEFG kann die Männerarbeit unterstützen, indem er vorhandene Männergruppen ermutigt und bestätigt, der Männerarbeit in der Verbandarbeit einen ihr gemäßen Platz einräumt und Gemeinden ermuntert, Männerarbeit zu beginnen.

 

Vernetzung

Ein wichtiges Ziel ist die Vernetzung der Männergruppen in den Gemeinden. Bei gemeinsamen Veranstaltungen oder bei Einladungen anderer Gruppen zu eigenen Aktivitäten wächst das Bewusstsein der Männer mit Gottes Hilfe etwas besonders zu schaffen. Einige Aufgaben sind für eine einzelne Männergruppe nicht zu leisten. Eine größere Freizeit, ein Männertag, ein Konzert, Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern... all das bedarf einer breiteren Basis und geordneter Infrastruktur. Wir sind dem Landesverband dankbar, dass wir seine Möglichkeiten nutzen können.

 

Missionarische Akzente

Neben der Stärkung der Männer, die bereits Nachfolger sind, ist es ein wichtiges Ziel Männerarbeit, kirchenfernen Männern das Evangelium von Jesus Christus nahe zu bringen. Männergruppen in den Gemeinden können „Neue“ auffangen und ihnen helfen, die fremden Eindrücke und Gepflogenheiten zu verarbeiten. Aber auch das Einwirken auf die Gemeinde durch die Männergruppe um auf Männer abweisende Aktivitäten und Traditionen zu verändern ist eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit der Mission.

 

Zielgruppen

Beim Planen einer Männerarbeit sollte man nicht nur Ziele festlegen, sondern parallel dazu auch die Zielgruppe(n). Es hilft erfahrungsgemäß wenig, wenn zwei engagierte Männer eine Männerarbeit strukturiert und sinnvoll planen, nur leider keiner teilnehmen will. Nicht jeder Mann in der Gemeinde wird sich für Männerarbeit interessieren. Das muss man zur Kenntnis nehmen, und dafür kann es unterschiedliche Gründe geben:

In der Gemeinde gibt es so viele Aktivitäten, dass derzeit kein Platz für eine weitere Veranstaltung ist.

Männerarbeit ist noch nicht immer eine so selbstverständliche Angelegenheit wie Frauen-, Jugend- oder Seniorenarbeit.

Etliche Männer halten solche Männerzusammenkünfte für ,,unmännlich", also für ein Signal von Schwache.

Daraus folgt, dass man in einer Gemeinde mit 80 Männern nicht gleich mit zwanzig Teilnehmern in der Männergruppe rechnen darf. Realistisch sind eher 10% (also acht). Es geht nicht nur um große Zahlen. Nicht nur die Quantität, auch die Qualität zahlt. Wer kommt eigentlich regelmäßig zu Männerveranstaltungen? Es sind die Männer, die zeitlich (noch) Luft haben oder ein besonderes Bedürfnis an der Teilnahme verspüren. Dazu gehören oft Singles oder Rentner. Beim Aufbau einer Männerarbeit sollte man also rechtzeitig seine Zielgruppen identifizieren und nicht die nüchterne Analyse vergessen, ob die jeweilige Zielgruppe eigentlich willens oder fähig zur Teilnahme ist. Hier ist Flexibilität aus dem Hören auf Gott heraus gefragt. Es gibt nicht wenige Gruppen, wo die treuesten Teilnehmer sozial am Rande stehende Männer mit gebrochenen Lebensläufen sind.

 

Männerarbeit in Bayern will Männer lebendig machen. Denn nichts braucht Bayern und brauchen die bayerischen Gemeinden mehr, als lebendige Männer.

 

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